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N35/45 #1



INHALT

Blog Nürnberg 1935/45

Buch und DVD zum Luftkrieg gegen Nürnberg

Stephen S. Mosbacher (1923 - 1945): Die Geschichte eines G.I. aus Nürnberg

Wenn ich einmal einen Fehler mache, sieht mich meine Mutter nie wieder. Ein Interview mit Iosif Gofman, Mitglied der sowjetischen Delegation beim Hauptkriegsverbrecherprozess

Fotos von Nürnberg nach dem Luftkrieg

Ernest Lorch: Ein Stück von mir, das zu Nürnberg gehört

Herbert Kolb und Richard Falck - zwei Zeitzeugen berichten über 1945

Dog Face Soldier

Die Befreiung Nürnbergs durch die 7. US-Armee am 20. April 1945

Die Siegesparade der 3. und 45. Infanteriedivision auf dem Nürnberger Hauptmarkt am 21. April 1945

Unser Erinnerungstreffen am 19.04.2015: 70 years of liberty - thank you, guys!

Geschichtsrevisionismus

Der deutsche Überfall auf Westeuropa vor 75 Jahren

Fotos von unseren kostenlosen Führungen 20-04-1945: G.I. Joe befreit Nürnberg vom 19.04. bis 03.05.2015

The New York Times about the capture of Nuremberg (April 21, 1945 edition)

Story about a visit of Justice Robert H. Jackson in July 1945 in Nuremberg prior to the IMT

Buch Blutvergiftung

Online videos about the Nuremberg Laws

Banner zum Jahrestag der Nürnberger Gesetze

80 Jahre Nürnberger Gesetze - 15 Jahre erster NSU-Mord in Nürnberg

Bloodlines - ein spannendes Buch über die Geschichte der Nürnberger Gesetze

Prof. Kurt E. Shuler (geb. 1922 in Nürnberg, USA) über das Buch Blutvergiftung

Mrs. Anne Herrmann (geb. 1922 in Nürnberg, USA) über das Buch Blutvergiftung

Buchempfehlung - Saul K. Padover: Lügendetektor. Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45

Dokudrama Stoßtrupp in die Erinnerung auf dem Reichsparteitagsgelände

Zweierlei Maß: Gedenken an 1945 in München und Nürnberg

Poetisches Referat Am deutschen Wesen mag die Welt genesen? aus dem Buch Blutvergiftung

29. November 1941: Die erste Massendeportation von Nürnberg

Für Freiheit und Ehre (Gedenken an alliierte Soldaten des II. Weltkriegs aus Deutschland)


Tag: #
Inhalt

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Autor: rijo
Datum: 10.12.2016
Titel:
Für Freiheit und Ehre





Nachdem die Initiative zur Erinnerung an U.S. Staff Sergeant Stephen Mosbacher stellvertretend für die aus Deutschland stammenden alliierten Soldaten des Zweiten Weltkriegs 2015 in Nürnberg blockiert wurde (s. Links), verfolgt der Verlag testimon seit diesem Jahr bundesweit den Plan eines aus seinen Mitteln finanzierten zentralen Gedenkorts, kombiniert mit einer biografischen Online-Datenbank. Hierzu haben die Verantwortlichen von der Grafikerin Käthe Leipold (Nürnberg) den abgebildeten Entwurf einer mehrsprachigen Tafel herstellen lassen, die als augenfälliges Symbol ein Paar Erkennungsmarken zeigt und deren Text sich je nach Umfeld an folgender Formulierung orientieren wird:

Zur ehrenden Erinnerung an Stephen Mosbacher (1923 - 1945) und alle alliierten Veteranen und Gefallenen des II. Weltkriegs, die aus rassistischen oder politischen Gründen aus Deutschland vertrieben worden waren und gegen den Faschismus kämpften. Unsere Freiheit ist ihr Vermächtnis.
Verlag testimon, Nürnberg


Kooperationspartner und Unterstützer für dieses überfällige Vorhaben sind jederzeit willkommen (Kontakt: info[ät]testimon.de).


Links:

Gefallen für unsere Freiheit - ein Platz in Nürnberg für Stephen Mosbacher

Website Verlag testimon


Tag: #030

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Autor: rijo
Datum: 29.11.2016
Titel:
29. November 1941: Die erste Massendeportation von Nürnberg





Vor 75 Jahren fand die erste von insgesamt drei Massendeportationen fränkischer Juden aus Nürnberg statt. Ihr Ziel war Riga in Lettland. Von 512 Nürnberger(inne)n im Transport überlebten 17.


Links:

Liste der Nürnberger Opfer der Schoa

Tötungsorte der Nürnberger Opfer der Schoa


Tag: #029

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Autor: rijo
Datum: 29.11.2016
Titel:
Poetisches Referat Am deutschen Wesen mag die Welt genesen? aus dem Buch Blutvergiftung




(Foto: Sabine Kosider)


Am 13.11.2016 fand im Stadtarchiv Nürnberg die Premiere des poetischen Referats Am deutschen Wesen mag die Welt genesen? aus dem Buch Blutvergiftung - Rassistische NS-Propaganda und ihre Konsequenzen für jüdische Kinder und Jugendliche in Nürnberg statt. Unter der Leitung von Sabine Kosider (Gymnasium Hilpoltstein), Gerhard Jochem (Stadtarchiv Nürnberg) und Vincent E. Noel setzten die Akteure Elisa Eitel, Daniel Kalóczi und Max Peisl vom Gymnasium Hilpoltstein (s. Foto, v.l.n.r.) die Texte dramatisch um. Ihren Auftritt kündigte die Gruppe wie folgt an:

In den Augen mancher Leute werden die Wolken draußen dunkler und die Zeiten trauriger, das mag ja sein. Manche klagen, mit welch hartem Besen der Weimarer Saustall ausgefegt, manche klagen, dass die Gesetze nicht gerade mit Glacehandschuhen angefasst wurden, das mag ja sein. Doch wurde das gedemütigte Deutschland nicht endlich wieder eine Macht auf dem Parkett der Weltpolitik, herrschte nicht endlich wieder Ordnung? Allein schon die schnell beseitigte Arbeitslosigkeit gab doch der neuen Gedankenwelt Recht, nicht wahr?

In einem poetischen Referat begeben wir uns gut achtzig Jahre in der Zeit zurück und reflektieren jene Wissenswelten, denen diese Erfolge zu verdank
en und die zu kennen für jeden "arischen" Schüler notwendig waren, um geistig auf die Rolle als künftiger Weltenherrscher vorbereitet zu sein. Das Gesetz des Stärkeren erlaubt keine Herrscher ohne Beherrschte, kein oben ohne unten - also da, wo seit 1933 die Juden standen.

Anhand der im Buch veröffentlichten Quellen - persönliche Erinnerungen, Briefe, Gedichte, Aktenstücke - werden die geistige Blutvergiftung an den Nürnberger Schulen und ihre Folgen für die Betroffenen dargestellt, die bis heute nachwirken. Zu Wort kommen eine Schülerin, ein Schüler und als Oberlehrer Fritz Fink, der damalige Schulreferent der Stadt Nürnberg. Diese drei Personen erfinden nichts, fügen nichts nachträglich hinzu, schmücken nichts aus. Alles wurde genau so gesagt, geschrieben, gedacht und gesprochen. Dem Wort entwuchs die Tat!

Es ist den engagierten und in ihren Rollen überzeugenden jungen Leuten zu wünschen, dass sie noch zahlreiche Gelegenheiten finden, um ihre Lesung aufzuführen (Kontakt über: info[ät]testimon.de).


Link:

Über das Buch Blutvergiftung


Tag: #028

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Autor: rijo
Datum: 29.11.2016
Titel:
Zweierlei Maß: Gedenken an 1945 in München und Nürnberg




(Foto: Susanne Rieger)


In München dankt seit 1992 ausdrücklich die Stadt im Eingangsbereich des Rathauses am zentralen Marienplatz ihren amerikanischen Befreiern vom Nationalsozialismus (s. Foto).

In Nürnberg wurde die Erinnerungstafel an der Zeppelintribüne nur auf Initiative von US-Veteranen angebracht. Im Text kommt mit keiner Silbe die Dankbarkeit der heutigen Repräsentanten der früheren Stadt der Reichsparteitage und der Rassegesetze zum Ausdruck.

Warum?


Link:

Gefallen für unsere Freiheit - ein Platz in Nürnberg für Stephen Mosbacher


Tag: #027

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Autor: rijo
Datum: 15.05.2016
Titel:
Dokudrama Stoßtrupp in die Erinnerung auf dem Reichsparteitagsgelände





Links:

Inhalt, Bilder & Buchung

English version


Tag: #026

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Autor: rijo
Datum: 17.10.2015
Titel:
Buchempfehlung - Saul K. Padover: Lügendetektor. Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45. Frankfurt a.M. 1999.





Link:

Besprechung in Der Spiegel


Tag: #025

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Autor: rijo
Datum: 12.10.2015
Titel:
Mrs. Anne Herrmann (geb. 1922 in Nürnberg, USA) über das Buch Blutvergiftung




Mrs. Anne Herrmann
(Foto: Susanne Rieger)


Aus ihrer E-Mail vom 09.10.2015:

Ich will Ihnen herzlichst für das interessante Buch "Blutvergiftung" vielmals danken. Es war sehr gut gepackt, kam im besten Zustand an und hatte mich die letzten zwei Nächte bis vier Uhr früh wach gehalten!! Das Buch ist erstklassig zusammengestellt, leicht verständlich und spannend geschrieben und die Photos sind sehr gut ausgewählt und gedruckt. Das Papier, für mich immer wichtig, sehr, sehr gut. Würde hier sehr selten benützt, nur für sehr teure Bücher.
[...]
War sicher eine sehr große Arbeit für Sie alles zusammenzustellen und darüber verständlich und interessant zu schreiben. Und ein ganzes Buch! Großartig!

Herzliche Grüße
von
Anne Herrmann

Mrs. Herrmanns Eltern, Oberlandesgerichtrat Dr. Hugo Ehrenberger und seine Frau Lotte, wurden von den Nazis umgebracht.


Link:

Buch Blutvergiftung


Tag: #024

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Autor: rijo
Datum: 26.09.2015
Titel:
Prof. Kurt E. Shuler (geb. 1922 in Nürnberg, USA) über das Buch Blutvergiftung




Prof. Kurt E. Shuler
(Foto: UCSD)


From his email of Sept. 25, 2015:

Reading [Blutvergiftung] was reliving the nightmare of 80 plus years ago. One of the items that still offends me is the fact that Nazis like [municipal school councilor Fritz] Fink and [Gestapo officer Theodor] Grafenberger were able to remain free to enjoy their pensions instead of spending the rest of their lives in jail. If justice had been administered by the victims instead of former Nazis it would have been very different.

The reminiscences of Herbert Kolb are remarkable. What a detailed memory - it should be the basis for a movie like "Schindler's List." After these horrible experiences how can he sleep without nightmares? Thank God I got out in 1937.

From a distance of more than 80 plus years the whole Nazi period seems like a bad dream that could not possibly be reality. What a bunch of gangsters!



Links:

Buch Blutvergiftung

Biografie Prof. Kurt E. Shuler


Tag: #023

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Autor: rijo
Datum: 26.09.2015
Titel:
Bloodlines - ein spannendes Buch über die Geschichte der Nürnberger Gesetze





Link:

Zur Rezension in teribloG


Tag: #022

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Autor: rijo
Datum: 06.09.2015
Titel:
80 Jahre Nürnberger Gesetze - 15 Jahre erster NSU-Mord in Nürnberg





Zur Erinnerung an Enver Simsek, ermordet am 09.09.2000 in Nürnberg.


Link:

Die NSU-Morde in Wikipedia


Tag: #021

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Autor: rijo
Datum: 25.08.2015
Titel:
Banner zum Jahrestag der Nürnberger Gesetze





Vom 11. September bis 30. Oktober 2015 zeigt das Stadtarchiv Nürnberg (Marientorgraben 8) in seiner Eingangshalle dieses 3 x 3 m große Banner (Design: Herbert Kulzer / Stadtgrafik, Idee: Gerhard Jochem) zur Erinnerung an die Verkündung der Rassengesetze vor 80 Jahren. Es setzt grafisch eindrucksvoll die Wirkung von NS-Justiz und Propaganda auf die Leben der Betroffenen um: Wie ein Fallbeil trennten sie Nichtarier von Ariern und stempelten erstere zu Untermenschen, die man skrupellos ermorden konnte. Doch Rassismus, Nationalismus und Fanatismus endeten hier und weltweit nicht 1945.

Das Foto und die Zeichnungen stammen aus den im Haus lagernden Beständen der Redaktion des Hetzblattes Der Stürmer.


Link:

Buch Blutvergiftung


Tag: #020

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Autor: rijo
Datum: 25.08.2015
Titel:
Online videos about the Nuremberg Laws





Links:

The proclamation on Sept. 15, 1935 (German, 7 min)

The history of the laws (English, 28 min)

The original documents at the National Archives (English, 4 min)


Tag: #019

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Autor: rijo
Datum: 25.08.2015
Titel:
Buch Blutvergiftung





Vor 80 Jahren, am 15. September 1935, wurden auf dem Reichsparteitag der NSDAP die Nürnberger Gesetze verkündet. Das Stadtarchiv nimmt dies zum Anlass, um in der Publikation Blutvergiftung anhand von Darstellungen, Zeitzeugenaussagen, Quellentexten und zahlreichen Abbildungen die Folgen der antisemitischen Propaganda der Nazis insbesondere für die jüdische Jugend in Nürnberg zu dokumentieren und den Bogen in die Gegenwart zu spannen. Einen breiten Raum nehmen dabei die Lebenserinnerungen des Theresienstadt-Überlebenden Herbert Kolb ein.


Bibliografie

Gerhard Jochem (Bearb.): Blutvergiftung. Rassistische NS-Propaganda und ihre Konsequenzen für jüdische Kinder und Jugendliche in Nürnberg. Nürnberg 2015, VII u. 256 S. mit 95 teilw. farb. Abb., ISBN 978-3-925002-38-0, Hardcover, 30 EUR (= Michael Diefenbacher (Hg.): Quellen und Forschungen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg Bd. 38).


Zu beziehen im Buchhandel oder direkt vom Stadtarchiv Nürnberg (E-Mail: stadtarchiv[ät]stadt.nuernberg.de).


Links:

Leseprobe

Banner zum Jahrestag der Nürnberger Gesetze


Tag: #018

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Autor: rijo
Datum: 30.07.2015
Titel:
Story about a visit of Justice Robert H. Jackson in July 1945 in Nuremberg prior to the IMT




(photo: Library of Congress)


Link:

Jackson List: Choosing Courtroom 600


Tag: #017

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Autor: rijo
Datum: 17.05.2015
Titel:
The New York Times about the capture of Nuremberg (April 21, 1945 edition, p. 1 & 4)






Desolate Nuremberg Taken On Hitler's 56th Birthday

Nuremberg, Germany, April 20 - The Nazis' shrine city fell to United States forces this afternoon. Here, where Hitler and the Nazi party in the past celebrated the Fuehrer's birthdays, there was a different type of celebration [...].

Nuremberg no longer exists as a city. It is a scene of desolation. This pile of wreck-age is the Nazis' birthday gift to Hitler and it is Hitler's gift to the world.

Before sunset the United States flag was hoisted over the Adolf Hitler Platz in the center of the old walled city by Major General John W. O'Daniel, commanding the Third Infantry Division, which had hammered its way to the citadel [...] and had met elements of Major General Robert T. Frederick's Forty-fifth Infantry Division shortly after noon today [...].

We are standing at the site of the last stronghold of Nazi resistance in our zone, General O'Daniel told his men [...]. I congratulate you on your superior performance. The job has not been done without cost. Officers, non-coms and men we have long known and respected are missing from our rosters. We honor them on this occasion.

Nuremberg's final hours found fanatical Germans dying behind guns in a futile effort to carry on a fight that had become hopeless [...]. The Germans fought back like madmen, dropping back from the perimeter defenses of greater Nuremberg to their final stand inside the old walled city [...].

There was not a single building in the center of the town that had not suffered heavy damage, either from United States artillery and bazooka shells or from Allied bombings before the final battle. All the ancient, historic monuments and buildings, as well as the later structures [...] are in complete ruins. Streets are difficult to find except where United States bulldozers pushed pathways through the debris this afternoon [...].

Insistent calls over loudspeakers by United States troops to the Germans to give up brought out a few prisoners, but it was necessary to go in after most of them or blast the buildings down around them.

Outside the walled city a few civilians were walking about the streets, still dazed from the terrific artillery bombardment that the United States forces threw in on the city [...]
.


Link:

Die Befreiung Nürnbergs durch die 7. US-Armee am 20. April 1945


Tag: #016

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Autor: rijo
Datum: 16.05.2015
Titel: Fotos von unseren kostenlosen Führungen 20-04-1945: G.I. Joe befreit Nürnberg vom 19.04. bis 03.05.2015






Link:

Zu den Bildern


Tag: #015

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Autor: rijo
Datum: 06.05.2015
Titel: Der deutsche Überfall auf Westeuropa vor 75 Jahren






Ab dem 10. Mai 1940 überrannte die Wehrmacht ohne Kriegserklärung die neutralen Nachbarstaaten Niederlande, Belgien und Luxemburg und marschierte am 14. Juni kampflos in Paris ein (s. Bild). Der noch heute in Deutschland beschönigend Westfeldzug oder Blitzkrieg genannte feige und völkerrechtswidrige Überfall endete am 22.06. mit dem Waffenstillstand von Compiègne, der die Niederlage des Erbfeindes Frankreich besiegelte. Hitler hatte damit seine persönlichen Rachegelüste aus dem I. Weltkrieg und die der Revanchisten in seinem Land befriedigt.

Wie die folgenden Quellentexte bei rijo-research.de und Verlag testimon zeigen, waren vom Ergebnis nicht nur die ansässige Bevölkerung als Kriegsgefangene oder Zwangsarbeiter betroffen, sondern auch die deutsch-jüdischen Flüchtlinge, die sich vor ihren Verfolgern in die Benelux-Staaten und nach Frankreich in Sicherheit gebracht hatten. Nun mussten sie unter verzweifelten Mühen wiederum versuchen aus dem Machtbereich der Nazis zu fliehen. Die in dieser Falle festsaßen, wurden meist ermordet: Von den 2401 namentlich bekannten Nürnberger Opfern der Schoa kamen 203 in diesen westeuropäischen Ländern um oder wurden von dort in den Osten deportiert und ermordet (Niederlande 117, Frankreich 60, Belgien 25, Luxemburg 1).

Ein weiterer regionaler Bezug besteht auf Seiten der Täter: Wie die Fotos eines Waffen SS-Mannes aus Nürnberg zeigen (s.u. Link), genossen auch hiesige Herrenmenschen den Druckposten der Küstenwacht in Holland. Außerdem waren sie z.B. als Gestapobeamte Teil des brutalen Repressionsapparats der deutschen Besatzer.



QUELLENTEXTE



Niederlande

Idyllen der Unterdrückung: Ein Nürnberger SS-Mann fotografiert 1941 in Holland

Cornelia Verbaan-Lisowska (Zwangsarbeiterin): Erinnerungen an Nürnberg 1942 - 1945 (Leseprobe aus transit nürnberg #3)

B. van der V. (Zwangsarbeiter): Die Zeit in Nürnberg war nicht die schlimmste, doch sie hat ihre Spuren hinterlassen

Rotterdam - Nürnberg. Die Verschleppung der männlichen Bevölkerung Rotterdams im November 1944

Rob Zweerman (Zwangsarbeiter): Bahnmeisterei I (1944/45 in Nürnberg)

 

Belgien

George Beeston (Zwangsarbeiter) in der Nürnberger Zeitung

Hendrik V. (Zwangsarbeiter in Nürnberg): Da haben wir schaffen müssen wie die Russen

Marcel D. (Zwangsarbeiter): Mein Leben während der Deportation nach Nürnberg 1942 - 1945

 

Frankreich

Gérard Langlois (NS-Verfolgter aus Fürth): Krieg und Widerstand in Frankreich 1939 - 1945

Die tragische Odyssee des Ferdinand Glaser (NS-Verfolgter aus Fürth) in Frankreich und Italien 1939 - 1943

Bella Uhlfelder (NS-Verfolgte aus Nürnberg)

Julius Wolfgang Schülein (NS-Verfolgter aus München)


Tag: #014

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Autor: rijo
Datum: 01.05.2015
Titel: Geschichtsrevisionismus






Unser Leserbrief an die Nürnberger Nachrichten vom 22.04.2015:

Betreff: Artikel Kämpften Zivilisten gegen US-Truppen? (NN, 18.04.2015)

Sehr geehrte Damen und Herren,

die im Titel gestellte Frage hätte der Autor durch das Lesen der auch in gedruckter Form vorliegenden, voneinander unabhängigen Berichte von US-Zeitzeugen selbst mit Ja beantworten können. Dabei wussten die Amerikaner sehr wohl zwischen Volkssturm und Heckenschützen zu unterscheiden, wobei eine Armbinde nach der Haager Landkriegsordnung niemandem automatisch den Kombattantenstatus verleiht. Solche Feinheiten haben Wehrmacht, SS und deutsche Polizei bei der Partisanenbekämpfung in den besetzten Gebieten Osteuropas zuvor herzlich wenig interessiert.

Insgesamt hinterlässt Ihre Serie zum Kriegsende 1945 einen ambivalenten Eindruck: Offenkundig ist ihre Hauptquelle Fritz Nadlers Buch Ich sah, wie Nürnberg unterging, das Werk eines Journalisten aus den 1950er Jahren, das noch voll unter dem Rechtfertigungsdruck der Zeit - die Nazis waren immer die anderen - stand. Nadlers Bericht - er hat dafür natürlich auch die Erlebnisse anderer verwertet ohne selbst dabei gewesen zu sein oder sie verifizieren zu können - 60 Jahre später unkritisch wiederzugeben, ist ein Rückschritt in der Aufklärung der Vorgänge hinter Karl Kunzes 1995 erschienenes Buch Kriegsende in Franken, aus dem der Autor ansonsten reichlich schöpft ohne die Quelle seines Wissens zu nennen. Ein Abdruck von Teilen der letztgenannten Arbeit wäre für den Leser erkenntnisreicher gewesen, selbst wenn auch sie nicht frei von der Entschuldigungstendenz der Erlebnisgeneration ist.

Mit freundlichen Grüßen

Verlag testimon
Postfach 11 91 45
90101 Nürnberg

 

Die Antwort der Nürnberger Nachrichten vom 27.04.2015:

Sehr geehrter Herr Jochem,

Sie haben mich in Ihrer Stellungnahme zwar nicht persönlich angesprochen, aber als alleiniger Autor der Weltkriegs-Serie sehe ich mich veranlasst, einige Anmerkungen zu Ihrer sehr pauschalen Kritik zu machen.

1. Ich habe keine wissenschaftliche Arbeit, sondern Zeitungsartikel verfasst. Dass solche Berichte über historische Ereignisse in aller Regel auf den Vorarbeiten anderer fußen, dürfte hinlänglich bekannt sein. Meine Quellen, wie von Ihnen unterstellt, habe ich keinesfalls verschwiegen, sondern fast in jeder Folge auf Karl Kunze und auf Fritz Nadler verwiesen.

2. Dass die Erinnerungen Nadlers offenbar weniger wert sein sollen als die Erinnerungen von US-Veteranen, wie ebenfalls von Ihnen angedeutet, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich jedenfalls habe mich bemüht, ausschließlich jene Passagen aus seinem Buch zu zitieren, die keine Entschuldigungstendenz der Erlebnisgeneration erkennen lassen, sondern den Alltag und die Stimmungslage in jenen Tagen illustrieren.

3. Aus journalistischer Sicht wäre ein bloßer Nachdruck von Passagen aus Kunzes Buch, wie von Ihnen behauptet, keinesfalls erkenntnisreicher gewesen. Ganz im Gegenteil, es hätte unsere Leser vermutlich ermüdet. Zu wissen, welche Kompanie, welches Bataillon, welches Regiment zu welcher Uhrzeit an welchem Tag gerade welche glorreiche Tat vollbrachte, das hielt ich gerade nicht für zielführend. Stattdessen versuchte ich seine Erkenntnisse zu verkürzen, ohne sie zu verfälschen. Und ich habe sie ergänzt mit den Ausführungen Nadlers oder Seegys, um den Nöten der Zivilbevölkerung auch ein Forum zu verschaffen und das rein Militärische im Sinne der Lesbarkeit aufzulockern. Einen Rückschritt in der Aufklärung hinter Kunzes Buch vermag ich daher nicht zu erkennen.

4. Kämpften Zivilisten gegen die US-Truppen mit? Kunze hat dies, abgesehen von Einzelfällen, verneint. Wenn Sie belastbares Material dazu besitzen und die Aussagen der voneinander unabhängigen US-Zeitzeugen auch eine Quantifizierung erlauben, wäre ich um entsprechende Hinweise dankbar. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass jeder GI (Durchschnittsalter im Zweiten Weltkrieg, soweit mir bekannt, 23 Jahre) im Eifer des Gefechts wusste, mit wem er es in jedem Einzelfall zu tun hatte. Zwischen subjektiv Erlebtem und objektivem Sachverhalt tut sich so manche Kluft auf.

5. Ich habe die Haager Landkriegsordnung noch einmal überprüft und kann zu meiner Darstellung (die ebenfalls Kunze folgt) keinerlei Diskrepanz erkennen.

Mit freundlichen Grüßen
Stv. Ressortleiter Lokales und Nürnberger Stadtanzeiger

VERLAG NÜRNBERGER PRESSE
DRUCKHAUS NÜRNBERG GmbH & Co. KG
Marienstraße 9 – 11
90402 Nürnberg



Unsere Antwort vom 29.04.2015

Sehr geehrter Herr (...),

vielen Dank für Ihre persönliche Stellungnahme, auch wenn ich nicht Ihrer Meinung bin.

Nadlers Buch ist im Gegensatz zu Kunze eine Quelle und keine durch Belege abgesicherte Darstellung, deren Wert von den Ergebnissen einer kritischen Prüfung abhängig ist. Voraussetzung hierfür wäre die Existenz alternativer Informationsquellen zur Verifikation der Fakten. Sind solche nicht vorhanden, sollte man die Schilderung nicht übernehmen, geschweige denn mit ihr verbundene Wertungen.

Um ein ausgewogenes Bild eines so vielschichtigen Vorgangs wie des sinnlosen Endkampfs in Nürnberg zu zeichnen, muss man die Sicht der verschiedenen daran beteiligten Personengruppen wiedergeben. Das Minimum wäre zusätzlich der O-Ton von G.I.s, die kurz vor Kriegsende noch einmal ihr Leben riskieren mussten, weil fanatische Nazis und menschenverachtende Wehrmachts- und Waffen-SS-Offiziere auf Kosten der Bevölkerung in der Trümmerwüste Nürnberg ihre Götterdämmerung inszenieren wollten - und sich danach teilweise aus dem Staub machten.

Ebenfalls vermisse ich in einer Serie, die die Lage der Menschen in der Stadt zum Kriegsende beschreibt, das Erleben durch die Tausende von alliierten Kriegsgefangenen und ausländischen Zwangsarbeitern sowie die politisch Verfolgten und jüdischen Bürger, die hier den Holocaust nur überlebten, weil sie mit christlichen Partnern verheiratet waren. Nadlers Hervorbringung aus der Adenauer-Ära eignet sich dafür ebenso wenig wie für die Rekonstruktion von Kampfhandlungen. Deshalb besitzen die Aussagen von daran beteiligten US-Soldaten natürlich eine größere Glaubwürdigkeit, auch bezüglich des Vorkommens ziviler Heckenschützen, also das, was man heute gemeinhin Terroristen nennt. Diese werden unabhängig voneinander in Divisions- und Regimentsgeschichten (z.B. 3rd I.D., S. 356; 7th I.R., S. 3; 15th I.R., S. 295; 30th I.R., S. 344) und Zeitzeugenberichten erwähnt, am eindrücklichsten in Sherman W. Pratts Autobiografie Autobahn to Berchtesgaden. Der Autor war im April 1945 Kompanieführer und betont, dass seine Einheit in Nürnberg erstmals in Deutschland von Zivilisten angegriffen wurde, darunter Frauen, bei deren Gefangennahme er selbst anwesend war (S. 560 f.).

Die Forderung nach quantifizierenden Angaben ist unstatthaft, da die Kenntnis auch nur eines Falles das zweifelnde Fragezeichen in Kämpften Zivilisten gegen US-Truppen? verbietet: Sie (Mehrzahl) kämpften, fragt sich nur wer und warum.

Dass man in dem bewusst oder unbewusst tendenziellen, nur teilweise auf eigenen Beobachtungen basierenden und am Publikumsgeschmack orientierten Bericht eines Journalisten noch Dichtung, Wahrheit und Unterschlagenes unterscheiden kann, muss stark bezweifelt werden. Nadlers Nachkriegsbücher über Nürnberg sind deshalb aus heutiger Sicht in erster Linie Zeugnisse ihrer Entstehungszeit und nicht Zeitzeugenberichte, da sich letztere durch unmittelbare Beobachtung der geschilderten Ereignisse und größtmögliche Sachlichkeit auszeichnen.

Abschließend noch zu den Kriterien für den Kombattantenstatus nach der Haager Landkriegsordnung. Diese lauten sinngemäß:
1) Eine militärische Führung mit verantwortlichen Vorgesetzten und befehlsgebundenen Untergebenen.
2) Das Tragen eines aus der Distanz erkennbaren Abzeichens.
3) Das offene Tragen der Waffen.
4) Die Konformität der Operationen mit dem bestehenden Völkerrecht.

Ebenfalls Kombattantenstatus beanspruchen können die Beteiligten an einer spontanen Erhebung gegen eine Invasion, wenn ihre Aktionen nicht gegen das Völkerrecht verstoßen. Schon beim Volkssturm ist zweifelhaft, ob diese Ansprüche in allen Punkten erfüllt wurden. Von einer spontanen Erhebung kann in Nürnberg nach fünfeinhalb Jahren Krieg nicht die Rede sein.

Ansonsten wussten die Amerikaner im Gegensatz zur Wehrmacht, die in Osteuropa u.a. für den millionenfachen Tod von Zivilisten (Partisanen und ihren Familien) und gefangenen Rotarmisten sowie die völkerrechtswidrige Behandlung der italienischen Kriegsgefangenen seit 1943 verantwortlich war, durchaus zu differenzieren.

Auch in diesem Punkt steht uns Deutschen ganz ohne Kollektivschuld keine geschichtliche Wehleidigkeit zu, die v.a. nicht an die Nachgeborenen weitergegeben werden darf. Umso wichtiger ist es, dass die Ereignisse vor 70 Jahren immer wieder sachlich und ohne Anspruch auf Deutungshoheit diskutiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Verlag testimon
Postfach 11 91 45
90101 Nürnberg



Unser Eindruck: Der II. Weltkrieg ist nicht wirklich vorbei, der Befehl zur Verteidigung Nürnbergs und der Unfehlbarkeit des regionalen Medienmonopols bis zu letzten Tropfen Druckerschwärze gilt weiterhin. Außerdem sind Amis prinzipiell blöd. - Die geschichtliche Gegenaufklärung galoppiert durch Merkelland.


Link:

Die Befreiung Nürnbergs durch die 7. US-Armee am 20. April 1945


Tag: #013

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Autor: rijo
Datum: 20.04.2015
Titel: Unser Erinnerungstreffen am 19.04.2015: 70 years of liberty - thank you, guys!






Rede, gehalten am 19.04.2015 von Susanne Rieger (Verlag testimon) anlässlich des Erinnerungstreffens an der Gedenktafel für die Soldaten der 3. und 45. US-Infanteriedivision auf der Zeppelintribüne:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

Wir - der Verlag testimon - danken Ihnen für Ihr Kommen.

A special welcome to Colonel Mark A. Colbrook, Commander U.S. Army Garrison Bavaria (s. Foto) from Grafenwöhr and his spouse. We feel honored by your participation in this commemorative meeting as an expression of the lasting bond between Nuremberg and the Armed Forces though their presence in the city ended twenty years ago. Consider us to be your Nuremberg outpost.

Back to history and the German language: Der militärisch sinnlose Kampf um Nürnberg dauerte vom 17. bis 20. April 1945. Auf amerikanischer Seite waren daran hauptsächlich die 3. und die 45. Infanteriedivision der 7. Armee beteiligt.

Die Aufgabe der 3. Division war die Einnahme der nördlichen Stadthälfte bis zur Pegnitz. Die 45. Division sollte dasselbe im Süden Nürnbergs tun. Dabei stießen die US-Einheiten auf fanatischen Widerstand von versprengten Wehrmachtssoldaten, SS- und Volkssturmmännern sowie Heckenschützen, darunter sogar Frauen.

Am 20. April um 11.35 Uhr meldete der Kommandeur des 2. Bataillons des 7. Infanterieregiments per Funk seinem Vorgesetzten: I am now standing in Adolf Hitler Plaza. Noch am selben Tag hisste die 3. Division um 18.30 Uhr auf dem Hauptmarkt die Stars and Stripes, während südlich des Flusses bis in die Nachtstunden um das Polizeipräsidium in der Ludwigstraße gekämpft werden musste.
Weitere Siegesparaden der 7. Armee fanden an den beiden folgenden Tagen auf dem Hauptmarkt und hier auf dem Zeppelinfeld statt. Anschließend wurde das riesige Hakenkreuz über der Haupttribüne gesprengt - bis heute ein weltweit bekanntes Bild mit hohem Symbolwert für das Ende der mörderischen Tyrannei.

Bei dem von menschenverachtenden deutschen Offizieren und Nazifunktionären angezettelten nutzlosen Blutvergießen verloren in Nürnberg nur wenige Wochen vor Kriegsende über 900 Menschen ihr Leben, darunter etwa 140 G.I.s; die ohnehin schwer vom Luftkrieg betroffene Stadt wurde noch einmal verwüstet.

Sieben Jahrzehnte danach wollen wir vor dieser von ihren Kameraden angebrachten Gedenktafel an die amerikanischen Soldaten erinnern, die dafür kämpften und fielen, damit wir in Frieden und Freiheit leben können. Zu ihnen zählen auch die 67 namentlich bekannten ehemaligen jüdischen Nürnberger, die aus ihrer Heimat vertrieben worden waren und zwischen 1941 und 1945 in der US-Armee dienten. Sechs von Ihnen ließen dabei ihr junges Leben:

Ernest Gutmann
Eric Heilbronn
Stephen Mosbacher
Hans Rothenberg
Werner Strauss
und
John Weil

Ihr aller Vermächtnis an uns ist die dauernde Pflicht, gegen innere und äußere Feinde der gemeinsamen Werte zu kämpfen, die unsere Zivilisation ausmachen, auch dort, wo wir nicht unmittelbar betroffen sind. Deutschland war nicht fähig, sich selbst von der braunen Pest zu befreien; dazu bedurfte es der Amerikaner sowie der anderen Alliierten und eines langen, blutigen Krieges. Tun wir auf beiden Seiten des Atlantiks durch entschlossenes und rechtzeitiges Handeln alles dafür, dass sich eine solche Katastrophe nirgends auf der Welt wiederholt.

Ebenso ist es unsere Aufgabe, die seit Kriegende zwischen uns und den Vereinigten Staaten gewachsenen Verbindungen zu erhalten und zu pflegen: Das beste Mittel gegen Vorurteile sind persönliche Kontakte zwischen den Menschen - Otto Normalverbraucher meets John Doe.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.


Link:

Dedication of the memorial plaque on May 31, 2011


Tag: #012

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Autor: rijo
Datum: 09.04.2015
Titel: Die Siegesparade der 3. und 45. Infanteriedivision auf dem Nürnberger Hauptmarkt am 21. April 1945






Das beeindruckende Filmdokument aus den Beständen der NARA (Washington) zeigt die symbolische Flaggenhissung der beiden Divisionen, nachdem die 3. ID bereits am Vortag an gleicher Stelle gefeiert hatte.

In der letzten Szene erscheinen auf der Tribüne (v.r.n.l.) der Kommandeur der 7. Armee Lieutenant General Alexander M. Patch (rauchend, mit Reitpeitsche), Major General John W. O'Daniel, Befehlshaber der 3. Infanteriedivision (ebenfalls rauchend), Major General Robert T. Frederick, Befehlshaber der 45. Infanteriedivision (im Vordergrund, mit Handschuhen) und hinter ihm Major General Wade H. Haislip, Kommandeur des XV. Armeekorps.

Eine dritte Parade fand am 22. April 1945 auf dem Zeppelinfeld statt.


Link:

Zum Film (Länge 5:15 min)


Tag: #011

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Autor: rijo
Datum: 28.02.2015
Titel: Die Befreiung Nürnbergs durch die 7. US-Armee am 20. April 1945






Link:

Zum Text (PDF)


Tag: #010

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Autor: rijo
Datum: 28.02.2015
Titel: Dog Face Soldier






Dog Face Soldier is the song of the 3rd U.S. Infantry Division which liberated Nuremberg on April 20, 1945, along with the 45th ID - lyrics:

I Wouldn't Give A Bean
To Be A Fancy Pants Marine
I'd Rather Be A
Dog Face Soldier Like I Am

I Wouldn't Trade My Old-O D's
For All The Navy's Dungarees
For I'm The Walking Pride
Of Uncle Sam

On Army Posters That I Read
It Says Be All That You Can
So They're Tearing Me Down
To Build Me Over Again

I'm Just A Dog Face Soldier
With A Rifle On My Shoulder
And I Eat Raw Meat
For Breakfast E'V'RY Day

So Feed Me Ammunition
Keep Me In The Third Division
Your Dog Face Soldier's A-Okay


Link:

Dog Face Soldier on YouTube


Tag: #009

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Autor: rijo
Datum: 01.02.2015
Titel: Herbert Kolb und Richard Falck - zwei Zeitzeugen berichten über 1945






Unterschiedlicher kann die Perspektive kaum sein: Ein junger KZ-Überlebender und ein Volkssturm-Mann beschreiben ihre Erlebnisse in Nürnberg.



Links:

Herbert Kolb: 1945 in Nürnberg

Kriegsende 1945: Ein Zeitzeugenbericht von Richard Falck


Tag: #007

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Autor: rijo
Datum: 31.01.2015
Titel: Ernest Lorch: Ein Stück von mir, das zu Nürnberg gehört




Ernest Lorch (1. von rechts) in Spa (Belgien) mit Franz von Papen (1. v. links), Miklós Horty (3. v. l.) und Walter Darré (4. v. l.); der 2. Mann v. l. ist ein US-Major
(Foto: Ernest Lorch)


Die Geschichte des von den Nazis vertriebenen Nürnbergers, der 1945 als G.I. die Angeklagten im Hauptkriegsverbrecherprozess in seine Geburtsstadt brachte.



Link:

Zur Autobiografie


Tag: #006

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Autor: rijo
Datum: 06.01.2015
Titel: Fotos von Nürnberg nach dem Luftkrieg





Wer Wind sät, wird Sturm ernten.



Link:

Zum Album


Tag: #005

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Autor: rijo
Datum: 03.01.2015
Titel: Wenn ich einmal einen Fehler mache, sieht mich meine Mutter nie wieder. Ein Interview mit Iosif Gofman, Mitglied der sowjetischen Delegation beim Hauptkriegsverbrecherprozess




(Foto: Susanne Rieger)


Iosif Gofman wurde 1925 geboren und diente während des Hauptkriegsverbrecherprozesses dem sowjetischen Anklagevertreter Roman Rudenko als Personenschutz. Wir interviewten ihn über seine Erfahrungen 2010 anlässlich eines Besuches in Nürnberg.



Link:

Zum Interview


Tag: #004

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Autor: rijo
Datum: 03.01.2015
Titel: Stephen S. Mosbacher (1923 - 1945): Die Geschichte eines G.I. aus Nürnberg




Wenn der Begriff heute nicht verpönt wäre, müsste man Stephen Mosbacher als einen Helden bezeichnen. Jedenfalls sind sein Leben und sein Tod beispielhaft für Unrecht, Gewalt und Krieg und das, was ein mutiger selbstloser Einzelner dagegen tun kann.



Link:

Zur Biografie


Tag: #003

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Autor: rijo
Datum: 03.01.2015
Titel: Buch und DVD zum Luftkrieg gegen Nürnberg




Die Bombenangriffe auf Nürnberg zwischen 1942 und 1945 waren nicht nur städtebaulich der tiefste Einschnitt in seiner Geschichte der letzten 100 Jahre. Um Zusammenhänge, Ablauf und Auswirkungen in allen Lebensbereichen umfassend darzustellen, veröffentlichte das Stadtarchiv 2005 zwei Werke, die über verschiedene Aspekte des Krieges an der Heimatfront informieren.

Zehn Jahre danach hat sich die Zahl der Zeitzeugen, die darüber noch aus eigener Anschauung berichten können und in beide Projekte intensiv einbezogen waren, bereits erheblich verringert. Insofern sind die Texte und der Film für sich bereits wertvolle zeitgeschichtliche Dokumente.

Beide Publikationen sind über das Stadtarchiv (E-Mail: stadtarchiv[ät]stadt.nuernberg.de) zu beziehen:

Das Buch Der Luftkrieg gegen Nürnberg. Der Angriff am 2. Januar 1945 und die zerstörte Stadt Nürnberg 2004, 788 S., zahlreiche Abbildungen, 3 Planbeilagen, ISBN 3-925002-33-2. Die hier wiedergegebene Kinderzeichnung stammt aus diesem Standardwerk, dessen broschierte Ausgabe es jetzt zum Sonderpreis von 18 EUR gibt. Mehr Informationen über den Inhalt s. Link.

DVD Der Luftkrieg gegen Nürnberg 1942 - 1945. Das Nürnberger Zeitzeugengespräch am 2. Januar 2005. Spieldauer ca. 35 Min., ISBN 3-925002-92-8, Preis 20 EUR. Zusammenschnitt der wichtigsten Aussagen der Veranstaltung mit fünf Teilnehmer(inne)n, Moderation Prof. Dr. Wolfgang Benz (Berlin).

Ob als Luftschutzhelferin in der Marienvorstadt, zum technischen Hilfsdienst verpflichteter Jugendlicher im Spittlertorturm oder Schulkind auf der Insel Schütt, allen haben sich die damaligen Ereignisse unauslöschlich ins Gedächtnis eingebrannt. Für immer unvergesslich blieben den Betroffenen Momente der Todesangst ebenso wie der Anblick der Leichen abgeschossener alliierter Flugzeugbesatzungen oder das Panorama der vernichteten Altstadt von der Kaiserburg. Aber auch allgemeine Aspekte wie die demoralisierende Wirkung der Angriffe auf die Zivilbevölkerung werden von den Zeitzeugen thematisiert und vom Moderator fachkundig kommentiert.



Link:

Über das Buch Der Luftkrieg gegen Nürnberg


Tag: #002

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Autor: rijo
Datum: 21.12.2014
Titel: Blog Nürnberg 1935/45






Für keinen anderen Ort in Deutschland haben die beiden runden Jahrestage 2015 - 80 Jahre NS-Rassengesetze und 70 Jahre Kriegsende - eine größere Bedeutung als Nürnberg, da hier Stadt- und Weltgeschichte zusammentreffen: Die pseudolegale Grundlage des Holocaust ist für immer mit dem Namen Nürnberg verbunden, aber auch die Bestrafung seiner Planer, Vollstrecker und ihrer Helfer.

Dabei markieren die Jahreszahlen 1935 und 1945 kausale historische Zusammenhänge und gehören deshalb untrennbar zusammen: Die auf den Reichsparteitagen der NSDAP zelebrierte Aggression kehrte sich im Bombenkrieg gegen Land und Stadt, die Befreiung, die bis heute von der Mehrheit als Zusammenbruch und Niederlage empfunden wird, kam von außen, auch durch Menschen, denen in den Nürnberger Gesetzen zunächst das Bürger- und schließlich das Lebensrecht abgesprochen worden war.

Wir wollen auf dieser Seite an diese unteilbare Vergangenheit erinnern und unsere einschlägigen Forschungsergebnisse und Aktivitäten dokumentieren.

Link:

Inhalt Blog N35/45


Tag: #
001

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http://rijo-research.de | © Susanne Rieger, Gerhard Jochem;